Eine Schule für Alle ist möglich!

(wenn sie gewollt
ist)
Die Modellversuche in Rheinland-Pfalz mit gemeinsamem Unterricht haben gezeigt:
Die gemeinsame Erziehung und Unterrichtung behinderter und nicht behinderter Kinder und Jugendlicher in der Regelschule ist für alle Beteiligten ein großer Gewinn.
Wir wenden uns gegen das aussondernde Schulsystem, das immer noch die Regel ist. Wir verlangen die Verlagerung der sonderpädagogischen Kompetenzen aus den Sonderschulen in die Regelschulen.
In einer demokratischen und humanen Gesellschaft darf kein Mensch wegen einer Behinderung vom Zusammensein mit nichtbehinderten Menschen ausgeschlossen werden.
Schule könnte zeigen, dass gemeinsames Leben und Lernen möglich ist und eine gesellschaftliche Bereicherung mit sich bringt.
Aufgaben der Landesarbeitsgemeinschaft
In der schulischen Integration wollen wir als Eltern:
Einfluss nehmen, dass integrative Erziehung konsequent ausgebaut wird und für immer mehr Eltern und Kinder eine Alternative wird.
Die Umsetzung des Konzeptes "Schwerpunktgrundschulen zur Integration von beeinträchtigten Kindern" ab dem Schuljahr 2001/02 kritisch und konstruktiv begleiten.
Möglichst viele Eltern laufend über die Entwicklung in Rheinland-Pfalz informieren und eine umfassende Beratung anbieten.
Die lokalen und regionalen Initiativen und Vereine unterstützen, den Austausch untereinander fördern, die Kraft und Kompetenz der einzelnen Organisationen bündeln und damit politisch stärken.
Politikerinnen/ Politiker und Behörden ermuntern und ihnen ein hartnäckiger Gesprächspartner sein.
Den Austausch an Informationen und Diskussionen mit den Initiativen, Vereinen und Landesarbeitsgemeinschaften in anderen Bundesländern fördern.
Für die Schule der Zukunft fordern wir jetzt
die Integration behinderter und nicht-behinderter Kinder und Jugendlicher in jeder Schulart,
die Integration aller behinderten Kinder, unabhängig vom Schweregrad ihrer Behinderung,
das uneingeschränkte Wahlrecht der Eltern zur Wahl der Schullaufbahn ihres Kindes,
den Aufbau eines flächendeckenden Netzes von Schulen mit gemeinsamem Unterricht,
eine ausreichende personelle und sächliche Ausstattung dieser Schulen,
reduzierte Klassenmesszahlen für die Klassen mit gemeinsamem Unterricht.
Schulische Integration ist Teil einer umfassenden Integration in alle gesellschaftlichen Bereiche.
Darum wollen wir:
Integration in den Kindertagesstätten und Schulen,
Eingliederung behinderter Jugendlicher in die berufliche Bildung,
die Schaffung von Arbeitsplätzen für behinderte Menschen auf dem ersten Arbeitsmarkt,
die Entwicklung von Wohnformen, in denen behinderte und nichtbehinderte Menschen miteinander leben und ihre Freizeit gestalten.
Wir wollen die umfassende Integration behinderter Menschen in alle Bereiche unserer Gesellschaft.